Liebe


Liebe
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Alle Zeit der Welt
Ich lese in deinen Augen die Zeit und glaube kein Märchen ist es sondern die Wirklichkeit.
Du bittest meine Gedanken herbei und hofierst sie auf einem seidenen Kissen in beiden Händen in dein goldenes Schloß.
Liebste,
ich habe das Meer weinen gesehen und am Strand die blutende Erde und der Himmel zürnte auf mich und erschütterte
mein Schiff, aber ich wankte nicht und es zerbrach mir nicht den eisernen Willen die Zeit zu überdauern bis hierhin
wo ich dich fand.
Die Jahre gingen dahin und ihre Fülle an Erlebnissen und ich sehe, die Erinnerung an sie passt heute, wo du da bist in
das allerkleinste Gefäß.
Ich will die Zeit künftighin mit dir verweilen und wie einen donnernden Wasserfall über den höchsten Felsen in ein Tal
ausgießen, wo wir unsere Felder bestellen und urbar machen das neugeborene Land.
Die Sterne am Himmel mögen unsere Wagenlenker sein und die Sonne unseres Weges taghelle Glorie, dass wir keinen
Finsternissen anheimfallen und nimmer fürchten müssen jeglichen Wandel der Zeit.
Ich spüre so viel Kraft, so viel Neuerung, so viel Reife im Herzen, dass ich als David den Goliat bezwänge selbst mit
auf den Rücken gebundener Hand.
Diesen Zauber will ich dich mitfühlen lassen und ihn dir hinreichen wie ein wertvolles Geschenk.
O Liebste,
möge dies hier Gesagte niemals untergehen im Fließrausch unserer weltlichen Zeit, stattdessen aufgedeihen und eine
Pracht entfalten wie eine einmalige, exotische Orchidee genährt von allen Elementen dieses großartigen Planeten und
dem Atem und dem gesammelten Gedächtnis der jeher existierenden Menschheit.
In Gelassenheit und Stille puste ich das kleine Licht der Kerze auf meinem Schreibtisch nun aus, wissend, das Feuer
und Zeit und unsere Liebe niemals erlischt.
In Gedanken an dich..
CS

Weil es dich gibt
Ich will dir so gern so schöne Worte schreiben,
wie zuvor es sie noch nie gegeben hat.
Ich will mich an deiner Schulter reiben,
wie das weite Meer am seichten Watt.
Ich will dich in meiner Nähe spüren,
wie den kühlen Wind auf meiner Haut.
Ich will öffnen alle Himmelstüren,
wo dir ein Engel in die Augen schaut.
Ich will dich in meine Arme schließen,
zärtlich an mich drücken, dich genießen,
wie ein warmes Licht in kalter Nacht.
Ich will der Teppich sein an deinen Füßen,
und dich streicheln mit der Baumwollpracht.
Ich will dir gütig jeden Wunsch erfüllen,
weil dein Herz so voller Wunder ist,
will meinem Herzen alle Schmerzen stillen,
ich habe dich so sehr vermisst.
Ich will für dich die schönsten Rosen pflücken,
so viel wie nachts am Himmel Sterne sind.
Ich will die Berge auf die Seite rücken,
damit für dich die Sonne früh beginnt.
Ich will für dich ein Tischlein sein,
gedeckt mit tausend süßen Speisen.
Ich will dich wärmen wie der Sonnenschein,
und durch ferne Länder mit dir reisen.
Ich will im Frühling mit dir über Wiesen geh´n,
und dich zärtlich küssen unter´m Apfelbaum.
Ich will vor dir wie eine feste Eiche steh´n,
und eine Burg für dich in meiner Krone bau´n.
Ich will ein Lied von Liebe für dich singen,
mit so viel Strophen wie es Menschen gibt.
Ich will im Zweikampf um die Ehre ringen,
der dich als siegreicher von Tausend liebt.
Ich will ein Traum in deinen Nächten sein,
und deinen Schlaf in meinen Armen wiegen,
wenn du erwachst bin ich der Sonnenschein,
und will in d e i n e n Armen liegen.
Ich will dich streicheln wie ein warmes Bad,
und in kleinen Ringen um dich kreisen.
Wenn niemand was dagegen hat,
bin ich dein glühend heißes Eisen.
Ich will die Lösung sein auf deine Fragen,
und jedes Blatt zum Guten für dich wenden.
Ich warte schon auf dich. Seit Tagen
Will die eine Stunde niemals enden.
Ich will den Regenbogen krümmen
über dir wie einen weiten Schirm.
Ich will mit dir das Paradies ergründen,
ohne Kleid aus feinem Zwirn.
Ich will den Sturm für dich beherrschen,
das nur ein Lüftchen dich berührt.
Ich sing´ vom Himmel wie die Lerchen,
den Liebgesang der dich verführt.
Wollt` ich dein Lächeln zart beschreiben,
fielen mir die schönsten Bilder ein.
Würdest du nur immer bei mir bleiben,
wäre mein liebend Herz nie mehr allein.
Ich war auf meinem Schiff der alte Kapitän.
Hab´ so viele schöne Dinge schon geseh´n,
doch du leuchtest über alles hin
wie eine Königin.
CS

Wann kommst du…
Der Ort ist weit und lange her
Die Zeit fand keinen Platz
dich bei mir einzurichten
Die Einsamkeit wog schwer
Ich fand´ nicht einen Schatz
die Trübsal zu vernichten
Ich sah mich manchmal zweifelnd an
und gleichen einem Winterbaum
im fahlen, schweren Nebel
Ich war am Fluss der schwarze Schwan
Enttäuscht nach Liebe auszuschaun´
Mir schmerzte stumpf der Schädel
Ach gebe eine Lichtgestalt
so flehte ich manch´ Nächte an
ein liebend Weib an meine Seite
Ich böte ihr den Aufenthalt
in meinem Herzensgarten an
und packte sie in Samt und Seide
Da war mit einem Mal
an einem späten Wintertag
ein gleißend heller Sonnenstrahl
und fuhr in mich mit heißem Schlag
Ein Mädchen sah mich lächelnd an und stahl
vom Fleck mein pochend´ Herz und sprach: ich frag´
dich schwarzer Schwan, bin ich die Holde deiner Wahl
die deine Träume brachten an den Tag?
Ich sagte, nein ich rief mit heft´ger Wucht
Ich habe einzig dich gesucht…
CS


Autorenhomepage Christian Sander/www.lesezeichen100.de/copyright 2010
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